Mein Hotel war das Maxima Panorama. Ein 3*-Sterne-Hotel mit guter Verkehrsanbindung. Das Personal spricht anstaendig Englisch, die Zimmer waren sauber und der Wake-up-Call puenktlich. Im Fruehstueckssaal gibt’s schon morgens laute Musik und Fussball-Uebertragungen im TV. Also alles in allem ein angenehmer Aufenthalt.
In der Stadt selbst kann man sich super mit der Metro bewegen. Die U-Bahnen fahren im Minutentakt, die Stationen sind reine Palaeste und sicher sind sie auch. Die reicheren Russen fahren zwar lieber Auto, doch das ist eher eine Presitge-Angelegenheit, wie bei uns bei der 50er-, 60er-Jahre-Generation. Schneller ist die Metro.
Das Bolschoi-Theater wird momentan renoviert.
Das Karl-Marx-Denkmal
Der Kreml und das historische Museum
Das Auferstehungstor hin zum Roten Platz
Der Rote Platz. Im russischen heisst er "Krasnaja Ploscad", was urspruenglich "Schoener Platz" bedeutete. Durch eine Bedeutungsverschiebung des Adjektives wurde daraus dann der "Rote Platz".
Der Gottesdienst wird ueber Lautsprecher nach aussen getragen. Orthodoxe Gottesdienste zeichnen sich durch eine spezielle Art des Gesanges aus und so taucht die Beschallung einen Teil des Platzes in eine besinnliche Stimmung.
Das Lenin-Mausoleum ist ein wenig sonderbar. Zu CCCP-Zeiten war es das Mekka der Kommunisten. Heute ist es ein wenig gruselig. Ein Weg fuehrt vorbei an Soldaten in die dunkle Tiefe. Dort ist dann der tote Lenin, aufbereitet wie eine Wachsfigur. Die St.Petersburger-Gouverneurin Matwijenko wies einmal darauf hin, dass Russen keine Aegypter sind. Und so wird wahrscheinlich Lenin irgendwann ein Platz unter der Erde bekommen.
Der Erloeser-Torturm (Spasskaja Baschnja)
Die Basilius-Kathedrale (Pokrowski Sobor Wassilija)
Von Ivan dem Schrecklichen anlaesslich der Eroberung Kasans gegen die Tartaren erbaut. Angeblich liess Ivan die beiden Architekten nach dem Bau blenden, damit diese nie wieder ein derartiges Bauwerk vollbringen koennen. Doch, dies wird eine Legende gewesen sein. Die Beiden bauten einige Jahre nach Ivans Tod noch eine Kapelle hinzu. Diese steht ueber den Grab Wassilijs, eines Gottesnarren (=Wandermoench + Narrenmund). Jener kritisierte zwar Ivans Gewaltherrschaft, doch der Herrscher nahm das ihm dennoch nicht uebel und trug angeblich sogar den Sarg des Moenches mit zu Grabe.
Das GYM, das ehemalige staatliche Kaufhaus. Mittlerweile angefuellt mit internationalen Ketten.
Im Kreml
Kongresshalle
Die Zarenkanore… gross, aber nie benutzt worden.
Der Kathedralen-Komplex
Die orthodoxe Kirche steht in der byzantischen Tradition. In den Innenraeumen finden sich zahllose Ikonen.
Die Zarenglocke… ein 20t-Monstrum, dass aber schon bei der Produktion (infolge einer Feuerbrunst) zerstoert wurde.
Das Lenin-Denkmal
Viele der groessten europaeischen Wolkenkratzer stehen in Moskau. Diese sind im modernen Stil gebaut…
…dieses noch im Stalin-Zuckerbau-Stil.
Der Gorky-Park
Der Gorky-Park ist ein grosser Vergnuegungspark mit Riesenrad und Achterbahn.
Im Winter stehen diese Geraete alle still. Dafuer ist der ganze Park als Schlittschuhbahn nutzbar.
Es ist sehr kalt in Russland…
Das Gegenstueck zur Freiheitsstatue (nur halt groesser). Es ist…
Peter der Grosse… interessanterweise der Mann, der die Hauptstadt von Moskau nach St. Petersburg verlagerte und Moskau zur Holzbau-Weise verdammte. Das Denkmal ist sehr umstritten, da es viele Moskauer in ihrem aesthetischen Gefuehl verletzt. Nur der Kuentler ist halt ein guter Bekannter des Buergermeisters… also vielleicht ein Otmar Alt Moskaus.
Die roten Sterne des Kremls leuchten bei Nacht.
Im Umkreis des Roten Platzes finden Demos statt. Hier die Kommunisten, die sich hinter dem Karl-Marx-Denkmal treffen.
Fazit:
Das kommunistische Moskau verblasst, das neue, wirtschaftsstarke Moskau zeigt sich ueberall. Dennoch faellt einen schnell der grosse Unterschied zum Westen auf: Russland ist immer noch ein autoritaerer Staat. Ich glaube, ich habe noch nie im Leben so viel Polizei und Militaer verteilt gesehen. Ueberall steht ein Staatsdiener, der seinen Job natuerlich rechtfertigen muss und sei es nur dadurch, dass er einem mit der Hand den Weg weist.
Zum Reisen selber… der Winter ist fuer mich die richtige Jahreszeit. Bei -16 Grad ein Eis auf dem Roten Platz schluerfen hat was. Russland ohne klirrende Kaelte ist doch nicht wirklich authentisch 😉 Zur Kriminalitaet: Moskau ist nach den Statistiken wirklich ein heisses Pflaster. Aber das vor allem fuer bestimmte Risikogruppen. Der gewoehnliche Tourist verstrickt sich ja nicht in Mafia-Kaempfe und so kann man eigentlich unbesorgt dorthin verreisen.