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St. Petersburg, September 2011

Airport-Shuttle: gerade wenn man nachts in Russland unterwegs ist, muss man sich auf den Taxifahrer verlassen koennen. Dieser spricht gutes Englisch und kann einem viel zur Stadt und Kultur erzaehlen
leonid55@yahoo.com

Hotel: Petrosport.
Plus: gute Sportanlagen.
Nachteil: schlechte Lage, es gibt aber ein kostenlosen Shuttle in das Stadtzentrum.

Vom Hotel sieht mein ein Schild: "Welcome to the Forest Park". Man geht durch das Tor und ist dann tatsaechlich im Wald:

Der Nevski-Prospekt – die Hauptschlagader der Stadt.

Gegruendet wurde St. Petersburg (eigtl. Peterburg) von Peter dem Grossen, um nach der Mongolenherrschaft in Russland eine europaeische Stadt mit einem Seehafen schaffen zu koennen. Die Siedlung wurde Hauptstadt des Zarenreiches.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Name "entdeutscht" und die Stadt Petrograd genannt.

Lenin erklaerte Moskau zur Hauptstadt der Sowjetunion. Nach seinem Tod wurde St. Petersburg in Leningrad umbenannt.

1991 wurde durch eine Volksabstimmung der alte Name wieder gewaehlt.

Viele Kanaele durchziehen die Stadt.

Die vielen Stromleitungen sind fuer die Busse gedacht, die ueber Stromabnehmer wie im Autoscooter verfuegen

Die Auferstehungskirche:

Im Inneren der Kirche finden sich unzaehlige Ikonen (ikonos, agr. Bild). Es werden in erster Linie Episoden aus dem Leben Jesu Christi erzaehlt.

Pantokrator umgeben u.a. von den Aposteln in Tiergestalt

Jeder Winkel dieser Kirche ist mit Malereien versehen und hat eine tiefere Bedeutung. Es ist also nicht reiner Schmuck, sondern soll den Glaeubigen religioese Sachverhalte ohne Schrift aufzeigen. Mittlerweile ist die Analphabeten-Rate in Russland sehr gering, doch noch im Zarenreich war das anders.

Die Bilder sind uebrigens keine Malereien, sondern Mosaike.

Die Ikonostase (agr., frei "Bilderstaender") trennt den Altarraum ab.

Auferstehungsszene

Die Newa

Die Peter-und-Paul-Festung. Davor findet sich ein Sandstrand.

Die Isaak-Kathedrale

Die Eremitage, mein Hauptziel bei dieser Reise

Nebenan war eine Champions-League-Ausstellung, die einen grossen Zulauf hatte:

Die Eremitage ist riesig. Man kann wahrscheinlich tagelang durch die Gaenge laufen und noch Neues entdecken. Fuer Schueler und Studenten ist der Eintritt frei. Das Angebot wird genutzt und so sieht man viele junge Menschen im Museum.

Oft wird die Frage gestellt, ob Russland zu Asien oder Europa gehoert. Ein Indiz fuer die feste Verankerung Russlands in der europaeischen Kultur ist die Eremitage, das wichtigste Museum des Landes. Denn ein Grossteil der Austellung hat einen starken Bezug zur alteuropaeischen Bilder- und Mythenwelt. Der Besucher ist also mit dem Fundament unserer Kultur konfrontiert.

Z.B. Laokoon

Perikles

Weibliche Atlanten?

Gr. Goetter

Danaide, also eine der Toechter des Danaus, die ihren Mann umbrachte und seither Schoepfen darf.

Der 1812-Saal

Alexander II.

Wellington

Bacchus

Raub der Persephone durch Hades

Unten, die Nornen

Extrem feines Mosaik

Zarenporzelan

Ungewoehnlicher Schlitten

Jason holt sich den goldenen Flies

Lot und seine Tochter

Es gibt eine grosse Rembrandt-Abteilung

Abraham will Ismael opfern

Zeus als Stier, mit Europa auf dem Ruecken

Detailaufnahme

Caspar David Friedrich

Der goldene Pfau

Picasso

h

Picassos Absinthtrinker

Monet

Es finden sich viele Gemaelde von Gauguin.

 

Van Gogh

Cezanne

Morpheus und Iris

Dies war nur ein kleiner Ueberblick ueber die Sammlung in der Eremitage.

Auch hier die weiblichen Atlanten:

Die Metro ist nicht ganz so praechtig wie in Moskau

Lenin

Im Gegensatz zur international ausgerichteten Eremitage findet man im Russischen Museum einheimische Kuenstler. Mein Taxifahrer ist ein grosser Fan von Repin (leider habe ich keine Bilder aus dem Museum, daher hier copyrightfreie aus dem Inet):

Repin gehoert zum russischen Reallismus

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